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Lighthouse und Core Web Vitals von Google messen beide die Leistung und die Nutzererfahrung deiner Website, aber auf unterschiedliche Weise. Sie unterscheiden sich darin, wie sie messen, welche Metriken sie nutzen, was als bestanden gilt und mit welchen Tools du den Bericht erstellst. Dieser Artikel vergleicht beide, damit du weißt, wann du welchen einsetzt.
Wie die Leistungswerte ermittelt werden
Lighthouse
Lighthouse misst die Leistung, die Barrierefreiheit, SEO und weitere Qualitätsmerkmale deiner Webseiten. Dafür nutzt es Labordaten aus einer festen Testumgebung: Es simuliert Besuche mit fester CPU-Geschwindigkeit, einer 3G-Verbindung und einem Moto G4 als Mobilgerät. Diese bewusst etwas schwächere Hardware und langsamere Verbindung bilden die realen Bedingungen deiner Besucher ab.
Core Web Vitals
Die Core Web Vitals sind drei Metriken, die die gesamte Nutzererfahrung auf deinen Webseiten zusammenfassen. Im Fokus stehen Ladegeschwindigkeit, Interaktivität und visuelle Stabilität. Grundlage sind Felddaten: reale Daten, die echte Besucher beim Aufruf einer Seite anonym an Google senden.
Wir empfehlen, dich so weit wie möglich auf die Daten der Core Web Vitals zu stützen, denn aggregierte reale Daten sind ein besserer Leistungsindikator als Momentaufnahmen aus einer kontrollierten Laborumgebung. Außerdem kann der Wert, den du bei den Core-Web-Vitals-Metriken erreichst, beeinflussen, wie prominent du in Googles eigenen Suchergebnissen für deine gewünschten Suchanfragen erscheinst.
Metriken und Werte
Sowohl Lighthouse als auch Core Web Vitals nutzen unterschiedliche Metriken, um ihre Berichte zu erstellen. Jede Gruppe von Metriken hat optimale Schwellenwerte, die festlegen, ob eine Seite als bestanden gilt.
Lighthouse
Lighthouse nutzt sechs verschiedene Metriken für seinen Bericht:
- Largest Contentful Paint (LCP). Misst die Ladezeit deiner Seite und prüft, wie lange das größte Element im sichtbaren Bereich (Bild, Text und so weiter) zum Laden braucht. Der optimale Schwellenwert liegt bei weniger als 2,5 Sekunden.
- Cumulative Layout Shift (CLS). Misst die visuelle Stabilität beim Laden einer Seite und konzentriert sich auf unerwartete Layout-Verschiebungen, die nicht durch eine Nutzerinteraktion ausgelöst werden. Manchmal verschieben sich beim Laden einer Seite Elemente unerwartet und stören die Nutzer. Zum Beispiel lädst du eine Seite und beginnst, einen Absatz zu lesen, doch dann lädt ein Bild und schiebt den Absatz nach unten. Der optimale Schwellenwert liegt bei weniger als 0,1 Layout-Verschiebung.
- Total Blocking Time (TBT). Die Gesamtzeit, in der eine Seite nicht auf Nutzereingaben reagieren kann. Zu diesen Eingaben gehören Mausklicks oder Tastenanschläge. Der optimale Schwellenwert liegt bei weniger als 0,2 Sekunden.
- First Contentful Paint (FCP). Die Zeit, bis der erste Inhalt auf der Seite geladen wird. Der Inhalt muss aus dem DOM (Document Object Model) der Seite stammen. Das DOM umfasst übliche Seiteninhalte wie Bilder und Text. Der optimale Schwellenwert liegt bei weniger als 1,8 Sekunden.
- Speed Index. Misst den gesamten Ladevorgang der sichtbaren Teile einer Webseite, indem ein Video des Ladevorgangs aufgezeichnet und der Unterschied zwischen den Einzelbildern geprüft wird. Die Gesamtdauer misst, wie lange es vom leeren Bildschirm bis zur vollständig geladenen Seite dauert. Der optimale Schwellenwert liegt bei weniger als 3,4 Sekunden.
- Time to Interactive (TTI). Wie lange die Seite braucht, bis sie vollständig interaktiv ist und zuverlässig auf Nutzereingaben reagiert. Der optimale Schwellenwert liegt bei weniger als 0,1 Sekunden.
Der Leistungsbericht von Lighthouse rechnet die Rohwerte in Standardwerte von 0 bis 100 um und berechnet daraus mit einem gewichteten Durchschnitt den Gesamtwert für die Leistung deiner Website. Als bestanden gilt jeder einzelne Wert und der Gesamtwert für die Leistung, der über 90 liegt.
Core Web Vitals
Core Web Vitals messen CLS und LCP auf dieselbe Weise wie Lighthouse und nutzen dieselben optimalen Schwellenwerte. Zusätzlich messen die Core Web Vitals auch First Input Delay (FID), also die Zeit von der ersten Interaktion des Nutzers, etwa dem Klick auf einen Button, bis der Browser auf diese Aktion reagiert. Der optimale Schwellenwert liegt bei weniger als 0,1 Sekunden. FID ähnelt der TBT-Metrik von Lighthouse und hat denselben optimalen Schwellenwert. Damit eine Seite deiner Website als bestanden gilt, muss sie den optimalen Schwellenwert für jede Metrik im 75. Perzentil erreichen.
Weitere Informationen findest du unter „Core Web Vitals".
Hinweis: Die Werte der Core Web Vitals werden aus aggregierten Felddaten vieler Nutzer über einen Zeitraum von 28 Tagen berechnet. Dieser Zeitraum von 28 Tagen ist wichtig: Wenn du schlecht abschneidest und dann Verbesserungen vornimmst, musst du warten, bis Google diese Verbesserungen erkennt.
Tools
Einen Lighthouse-Bericht erstellst du am einfachsten mit der Lighthouse-Erweiterung für Chrome oder über Googles Web-Dev-Portal, wo du deine URL eingibst. Es gehen auch die Chrome Dev Tools, Page Speed Insights oder die Kommandozeile.
Verschiedene Tools messen die Core Web Vitals, darunter der Chrome User Experience Report (CrUX), die Google Search Console und PageSpeed Insights. Am schnellsten und einfachsten prüfst du die Core Web Vitals einer beliebigen URL über PageSpeed Insights.
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